René Genser
Bericht aus der Gemeindezeitung März 2004
Der Weg zur Weltspitze!
René Genser begann schon als
Jugendlicher mit dem Eisstocksport, allerdings nicht mit dem Weitensport. Diesen
entdeckte er erst einige Jahre später. Er merkte gleich, daß er aufgrund seiner
körperlichen Voraussetzung, in diesem Sport auch einiges zustande bringen
könnte. Er trainierte eifrig und vor allem unterstützte ihn ständig sein Bruder
Mario, aber besonders auch seine Eltern u. Freundin Elke. So stellten sich
bereits in der U23 hervorragende Erfolge ein. Endlich schaffte er die
Qualifikation zur Teilnahme an der Europameisterschaft in Klagenfurt. Dort
angekommen setzte es aber einen gewaltigen Tiefschlag, denn es gab in der U23
gar keine Europameisterschaft, da angeblich zu wenige Nationen gemeldet hätten
(haben). Ersatzbewerb Europacup. Diesen gewann er auch,
leider kein EM Titel.
Aus Frust dachte Renè damals seine sportliche Laufbahn zu
beenden. Schlussendlich entschloss er sich aber doch zum weitermachen. Gleich
darauf schaffte er den Sprung in die oberste Spielklasse, der Österr.
Meisterschaft in der allgem. Klasse. Auf Asphalt gewann er nach Bronze und
Silber auch den Staatsmeistertitel, vor Willi Huszarek und Hans Gruber. Durch
seine hervorragenden Leistungen bei den Staatsmeisterschaften und im
Österreichcup schaffte er den Sprung ins Nationalteam bei der letzten
Europameisterschaft. Vor zwei Jahren errang diese Mannschaft in Mönichwald den
Europameistertitel. Beflügelt durch diesen Erfolg, verstärkte er sein
Trainingsprogramm und aufgrund seiner bereits errungenen Erfolge und über
Drängen, vor allem seines Bruders Mario, erfüllte ihm die Gemeinde Sebersdorf
einen großen Wunsch und schaffte mit der Weitenbahn neben der Safentalhalle für
René und die Nachwuchsjugend von Sebersdorf eine hervorragende
Trainingsmöglichkeit. Die Hürde der Qualifikation zur Weltmeisterschaft, über
die Österr. Meisterschaft, den Österreichcup und den Europacup schaffte er mit
Bravour. So pendelte er ständig von seinem Beruf als Buslenker,
nach Hause, weiter auf die Trainingsbahn, oder in die Kraftkammer, für privates
Vergnügen kaum Zeit. Sicher ein Weg mit vielen Entbehrungen, aber eisernen
Willen zum Erfolg. Dann der große Auftritt, bei der am 12. März 2004 in Stanz im
Mürztal stattfindenden Weltmeisterschaft im Eisstock Weitenbewerb. Um 14 Uhr
Mannschaftsbewerb
* WM Titel – WM Gold. Die 12 besten aller Nationen
qualifizierten sich für den
Einzelbewerb.
Mit drittbester Leistung in der
Weltmeister - Mannschaft qualifiziert. Dann um 19 Uhr der Einzelbewerb. Von
einer großen Fangruppe aus Sebersdorf unterstützt ein guter Probeversuch. Dann 5
Versuche wobei nur die zwei besten Versuche zusammengezählt werden und in die
Endwertung kommen.
1. Versuch - Fehlversuch; 2.
Versuch – Fehlversuch; die Fans wurden ruhig befürchteten schon Schlimmes!
Haben ihn die Fans verunsichert? Spielten ihm seine Nerven einen Streich? 3.
Versuch 189 m, damit stieg unsere Hoffnung
wieder. 4. Versuch 192 m
plötzlich wieder auf Bronzemedaillienkurs; die Fans waren begeistert,
schlussendlich der 5. und allerletzte Versuch 192 m damit überholte er den
bis dahin auf Platz 2 liegenden Deutschen Engelbrecht um 2,5 m; Alle warteten
gespannt auf den letzten Versuch des, bis dahin zweitplazierten Engelbrecht,
knappe 190 m damit Doppelführung für Österreich und
* Vize WM Titel – WM Silber für Renè Genser.
Riesengroßer Jubel der Fans.
* Großes Gedränge um unseren Welt- und
Vize-Weltmeister. Danke an alle Fans.
Gemeinde, Eisschützenverein, Fans und alle Sebersdorfer
gratulieren und beglückwünschen Renè Genser
zu diesem großartigen sportlichen Erfolg.